Tommy's Werdegang

  • Tommy begann im Alter von 4 Jahren mit dem Tennisspielen und galt ebenso frühzeitig als großes Talent. Sein Vater Peter Haas erkannte sofort das Ausnahmetalent seines Sohnes und forcierte stetig seine Entwicklung. So gab er den 13 jährigen Tommy 1991 in die Hände des international hoch angesehenen Tennis-Coach Nick Bollettieri. In dessen Tenniscamp in Florida, in dem auch zeitweise Topspieler wie Pete Sampras und Andre Agassi trainieren, konnte Tommy sein Talent behutsam weiterentwickeln.


  • Nachdem Tommy seinen High-School-Abschluss in Bradenton erhalten hatte, bekam Tommy 1996 direkt seinen ersten Profivertrag und wurde am Ende des Jahres als Nummer 196 der Welt gelistet. Nur ein Jahr später sorgte der junge Deutsche das erste Mal für Furore, als er in seiner Geburtsstadt Hamburg am Rothenbaum das Halbfinale erreichte. Prompt machte er einen Sprung in der Weltrangliste und landete am Ende des Jahres auf Rang 41.

  • 1998 konnte Tommy seinen ersten Titel als Profi feiern: Es war der World Team Cup, den die Deutsche Mannschaft um Becker, Prinosil, Kiefer und Haas in Düsseldorf gewann.

  • Bei den Australian Open feierte Tommy seinen bis dahin größten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier. Auf dem Weg ins Halbfinale konnte sich Tommy gegen Kohlmann, Hewitt, Nestor, Santaro und Spadea durchsetzen. Schluss war erst im Halbfinale, welches er gegen den späteren Sieger Jewgeni Kafelnikow verlor. Im gleichen Jahr holte sich Tommy dennoch seinen ersten Einzeltitel, in dem er Jim Courier im Finale von Memphis bezwang und in die Top-10 der Weltrangliste knackte.
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  • 2000 stand im Zeichen der Olympischen Sommerspiele in Sydney. Tommy spielte sich in überragender Form bis ins Finale und schaltete dabei Größen wie Alex Corretja und Roger Federer aus. In einem packenden 5-Satz-Krimi musste sich Tommy erneut Jewgeni Kafelnikow beugen, konnte sich aber trotzdem über die olympische Silbermedaille freuen.
    Ein Video auf Youtube: Olympic Final

  • Titel auf Titel sammelte Haas 2001, in dem er gleich 4 ATP-Turniere gewinnen konnte. Bevor er seinen ersten Triumph auf deutschen Boden in Stuttgart gegen Max Mirny errang, besiegte er Nicolás Massú in Adelaide, in Long Island Tennislegende Pete Sampras und in Wien Guillermo Canas – was für ein Jahr, welches er mit Weltranglistenplatz 8 abschloss.

  • 2002 spielte er sich erneut in das Halbfinale der Australian Open, in dem er in einem 5-Satz-Match gegen Marat Safin den Kürzeren zog. Dank starker Leistungen erspielte sich Tommy seine beste Weltranglistenplatzierung – Nummer 2 der Welt.


  • Ein Jahr zum vergessen: Wegen zwei Operationen verpasste Tommy die komplette Saison 2003. Die ATP sicherte ihm jedoch den 11. Rang der Weltrangliste als Widereinstieg nach seiner Verletzung.

  • Nach 15-monatiger Verletzungspause schlug Tommy im Februar 2004 das erste mal wieder auf – nach so einer langen Pause hat es bisher noch nie ein Comeback im Herrentennis gegeben. Tommy hatte das Siegen nicht verlernt und landete in Houston gegen Roddick (Nummer 2 der Welt) seinen ersten Sandplatztitel bevor er auch in Los Angeles, nach Siegen über Agassi und Kiefer, erfolgreich war.

  • 2005 lief durchwachsen für die deutsche Nummer 2. Zwar erreichte Tommy gleich vier Halbfinals (San Jose, Memphis, München und Halle), musste jedoch immer wieder verletzungsbedingt pausieren. Höhepunkt der Saison war der Titelgewinn mit der deutschen Mannschaft im World Team Cup gegen Argentinien.

  • 2006 blieb Tommy weitgehend verletzungsfrei und feierte prompt Erfolge. Gleich drei Titel (Delray Beach gegen Malisse, Memphis gegen Soderling und Los Angeles gegen Tursunov) konnte Tommy auf US-Boden erringen. Tommy gewann 49 seiner Matches – der zweithöchste Wert seiner Karriere.

  • Tommy eröffnete die Saison mit dem Vorstoß in das Halbfinale der Australian Open. Nach Siegen über die Nummer 8 der Welt Nalbandian und Davydenko (Nummer 3) musste er sich gegen Gonzales (Nummer 9) geschlagen geben. In Memphis konnte Tommy seinen Titel aus dem Vorjahr gegen Roddick verteidigen ohne einen einzigen Breakpoint im kompletten Turnier gegen sich zu haben. Nach weiteren starken Vorstellungen beendete Tommy das Tennisjahr auf Rang 12.

  • Nach einer erneuten Schulteroperation im November 2007 feierte Tommy mal wieder ein Comeback. Er konnte allerdings erst wieder in Wimbledon (3. Runde gegen Murray) richtig ins Geschehen eingreifen. In der Folge spielte er sich noch bis in die Halbfinals von Indianapolis und Washington, bevor er seine Schulter nach Problemen während den US Open für den Rest des Jahres schonen musste. Privat lief es für Tommy deutlich positiver: Er verlobte sich mit der Schauspielerin Sara Foster.

  • Als bestplatzierter Deutscher schloss er das Jahr zum dritten Mal in den letzten vier Jahren und zum siebten Mal in seiner Karriere in den Top-20 ab. Im Juni erspielte sich Tommy seinen ersten Titel auf Rasen. In Halle schlug er nacheinander Koubek, Tsonga (Nr. 4), Zverev, Kohlschreiber und schließlich Novak Djokovic (Nr. 2). Mit diesem Erfolg ist Tommy einer der wenigen Tennisspieler, die auf allen Belägen Titel erringen konnten. Im selben Jahr erreichte er zum ersten Mal das Halbfinale in Wimbledon, in dem er gegen Roger Federer den Kürzeren zog, aber in die Top-20 der Welt einzog. Zudem gewann Tommy seinen ersten Doppeltitel an der Seite von Radek Stepanek in San Jose.

  • Kaum hatte die Saison angefangen, war sie auch schon wieder beendet. Auf eine Hüftoperation folgte eine Ellbogen-OP, welche bereits im März das Ende der Saison bedeutete. Privat lief es in diesem Jahr umso besser: Im November kam seine Tochter Valentina zur Welt.

  • Nach einem Jahr Verletzungspause feierte Tommy das dritte Comeback seiner Karriere, hatte aber zunächst Probleme an die Form früherer Jahre anzuknüpfen. Startend auf Weltranglistenplatz 373 verbesserte er sich in diesem schwierigen Jahr auf Platz 205.


  • 2012 stand im Zeichen eines der größten Comebacks der Tennisgeschichte. Tommy Haas spielte sich innerhalb diesen Jahres von Nr. 205 auf Nr. 22 in der Weltrangliste. Größter Erfolg des Jahres war sein Finalsieg in Halle über Roger Federer. Im Anschluss stand er noch bei den 500er Turnieren von Hamburg und Washington im Finale. Am Ende des Jahres wurde diese Leistung mit dem ATP Award zum Comeback Player of the Year honoriert.
    Video von Halle auf Youtube


  • Tommy konnte im Jahr 2013 an die tollen Erfolge aus 2012 nahtlos angrenzen. So feierte er gleich 2 Turniersiege in München und Wien. Weitere Highlights waren sein Halbfinaleinzug in Miami, bei dem er u.a. den Weltranglistenersten Novak Djokovic schlug und sein Viertelfinaleinzug bei den French Open, bei denen er sich in einem unvergessenen 5-Stunden-Match gegen John Isner durchsetzte. Tommy schloss das Jahr sensationell als Weltranglisten 12. ab.


  • 2014 stand mal wieder im Schatten einer schweren Verletzung. Die Schulterprobleme zogen sich durch die ganze Saison, welche nach seiner Aufgabe bei den French Open und anschließender Schulter-OP frühzeitig beendet wurde. Trotzdem gab es einige Lichtblicke: in Zagreb konnte er bis ins Finale vorstoßen, in Sao Paulo und München gelang ihm der Sprung ins Halbfinale. Beim Masters in Rom bezwang Tommy den amtierenden Australian Open Sieger Stanislas Wawrinka und scheiterte erst durch Aufgabe im Viertelfinale.


  • 2015 greift Tommy Haas erst im Juni – nach langer Verletzungspause – pünktlich zur Rasensaison ins Turniergeschehen ein. Er spielt die beiden Deutschen Vorbereitungsturniere MercedesCup in Stuttgart und Gerry Weber Open in Halle, ehe er in Wimbledon aufschlägt. Dort schaffte er sein bestes Saisonergebnis mit dem Einzug in die Runde der letzten 64. Ähnlich wie im Vorjahr ist Tommy von ständig aufkommenden Verletzungsproblemen geplagt. Seine Saison 2015 musste er auch aus diesem Grund leider mit dem Ausscheiden in Wien vorzeitig beenden. Wir hoffen auf ein besseres Jahr 2016, welches sein Abschiedsjahr auf der Profitour werden soll.