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Weiße Weste gegen Max Mirnyi

Wie das bei jedem anderen Tennisspieler der Fall ist, gibt es auch bei uns Profis Spieler, die einem liegen und andere, gegen die man sich immer wieder schwer tut. Max Mirnyi beispielsweise hat mich auf der Tour noch nicht einmal bezwingen können. In der Bilanz liege ich mit 6:0 Siegen vorne. Gegen ihn hatte ich letztlich auch leichtes Spiel im Finale des Masters Series Turniers von Stuttgart, als ich ihn mit 6:2, 6:2 und 6:2 bezwang. Dabei hatte er auf dem Weg in dieses Endspiel Kuerten, Ivanisevic, Sampras und Kafelnikov geschlagen.

Offensichtlich schafft er es gegen mich nicht, sein bestes Tennis abzurufen. Mir soll es recht sein. Ich kann sein Spiel irgendwie gut lesen. Max und ich kennen uns schon sehr lange. Auch er kam 1991 zu Bollettieri auf die Academy.

Niederlagen machen nie Spaß, sind manchmal aber besonders bitter

Gegen Agassi, Hewitt, Safin oder Ferrero, Kuerten auf Sand kann man zu jeder Zeit verlieren. Überhaupt keine Frage. Das liegt dann teilweise aber gar nicht an einem selbst, sondern einfach an deren hervorragender Leistung, die sie an diesem jeweiligen Tag imstande sind abzurufen. Bitterer sind Niederlagen gegen Spieler, bei denen man die Chancen auf einen Sieg vor dem Match als ganz gut einstuft, es dann aber immer wieder schwer wird.

So haben mir Tim Henman und Yefgeny Kafelnikov in der Vergangenheit das Leben auf dem Platz immer wieder schwer gemacht. Vor allem Kafelnikov scheint meine Spielweise zu liegen. Gegen ihn hatte ich bereits einige sehr wichtige Matches in meiner Karriere: das ½-Finale bei den Australian Open 1999, das Finale bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Im direkten Vergleich führt Yefgeny mit 5:2 Siegen. Er war auch der einzige, der mich bislang im Davis Cup bezwingen konnte.

 


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