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Mein Trainer: Thomas Hogstedt

Thomas HogstedtSeit Januar 2006 begleitet mich Thomas auf der ATP-Tour. Er hatte mich Ende November 2005 angesprochen und gefragt, ob ich mir eine Zusammenarbeit mit ihm vorstellen könnte. Seine Vorstellungen als Coach haben mich schließlich überzeugt - und so sind wir Ende Dezember 2005 von München nach Doha, zu unserem ersten gemeinsamen Turnier gereist.

Thomas ist am 21. September 1963 in Mariestad (Schweden) auf die Welt gekommen. 1981 wurde er Tennisprofi, stand 2 Jahre später unter den Top-40 der Welt und gewann in seiner Laufbahn auch ein Turnier: 1983 in Ferrara. 1995 beendete er dann seine eigene Karriere, um als Trainer tätig zu werden. Nach Magnus Norman und Jonas Björkman trainierte er später auch Nicolas Kiefer.

Nick Bollettieri

Nick BollettieriWenn ich zu Hause in Florida bin, trainiere ich ausschließlich auf der Bollettieri Tennis Academy. Sie gehört mittlerweile ja der Vermarktungsagentur IMG, Nick Bollettieri ist jedoch noch der Geschäftsführer der Tennisabteilung. Er trainiert mich letztlich seit meinem 13. Lebensjahr, verfügt natürlich über einen riesigen Fundus an Erfahrung, da er schon viele absolute Topstars betreut hat: Andre Agassi, Jim Courier, Monica Seles, Mary Pierce, um nur einige wenige zu nennen.

Nick war sich damals, 1991, als ich zu ihm auf die Academy kam, der Verantwortung bewusst, einen 13-jährigen Deutschen, der kaum Englisch spricht, bei sich aufzunehmen. Er denkt sehr leistungsbezogen, und da er in mir ein großes Talent sah, hat er sich besonders um mich gekümmert. Mich beispielsweise häufig zu sich privat eingeladen. Er hat damals wohl so etwas wie eine Vaterrolle eingenommen, als meine Eltern in Deutschland lebten, und ich in Bradenton war.

Mit dem Düsenjäger durch den Himmel von Indian Wells

IndianSo schenkte er mir zu meinem 20. Geburtstag einen Flug in einem Düsenjäger des „Blue Angles“ - Schwadrons. Nick war vor seiner Trainerlaufbahn Fallschirmjäger und hat immer noch Freunde in diesen Kreisen. Am 9. März 1998 startete ich über den blauen Himmel von Indian Wells. Ein unvergessliches Erlebnis.

Mehr als ein Tennisguru

TennisguruHeute ist Nick mehr ein Freund als der große Tennisguru Nick Bollettieri, wie er so häufig genannt wird. Neben der Arbeit auf dem Platz gehen wir regelmäßig essen oder Golf spielen. Nick hat nicht mehr die Zeit und die Lust permanent auf der Tour herumzureisen. Die derzeitige Lösung, die wir gefunden haben, ist somit perfekt: Red reist mit mir durch die Weltgeschichte und Nick bleibt in der Regel in Florida, ist jedoch bei den Highlights ebenfalls vor Ort. Und natürlich stehen wir ständig telefonisch in Kontakt.

Besondere Art von Beziehung

BeziehungDiese Beziehung zwischen dem Travelling-Coach und einem Spieler ist sicherlich keine einfache. Zum einen verbringt man sehr, sehr viel Zeit miteinander, so dass man sich menschlich gut verstehen muss. Zum anderen ist der Trainer aber auch ein Angestellter des Spielers, der regelmäßig sein Gehalt erhält. Läuft es bei einem spielerisch auf dem Platz nicht so gut, ist man schnell dazu verleitet, die Schuld auch beim Trainer zu suchen. Und so entstehen Meinungsverschiedenheiten, die diese besondere Art von Beziehung aushalten muss. Wie problematisch das werden kann habe ich Anfang bis Mitte 2001 erlebt. In dieser Zeit habe ich dreimal den Trainer gewechselt.

Als ich mich von Red damals eine Zeit lang getrennt hatte, habe ich ihn noch mehr schätzen gelernt. Einerseits hat unsere Freundschaft darunter nicht gelitten, andererseits habe ich gemerkt, wie wichtig es mir ist, nicht nur einen Tennisexperten am Rand zu haben, sondern auch einen Menschen, mit dem ich über so viele Tage im Jahr auskomme.

Meine Trainer in chronologischer Reihenfolge

Trainer Peter Haas (bis zum 13. Lebensjahr)
Nick Bollettieri (seit 1991)

Raul Ordonez und David „Red“ Ayme haben mich in den ersten Jahren abwechselnd auf der Tour begleitet.

Gavin Hopper (Dez. 2000 bis Febr. 2001)
Harold Solomon (Ende Februar 2001 – Ende März 2001)
Sven Groenefeld (April 2001 bis Juni 2001)
David Ayme (Juli 2001 bis August 2005)

 


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